Gibt es randomisierte, kontrollierte Studien zu Impfstoffen?

Eine randomisierte, kontrollierte Studie stellt den „Goldstandard“ unter medizinischen Studien dar. Hierbei werden die Ergebnisse einer Interventionsgruppe (erhält Behandlung) mit den Ergebnissen einer Kontrollgruppe (erhält Schein-Behandlung) verglichen. Die Anzahl an untersuchten Personen sollte dabei ausreichend groß sein, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse repräsentativ sind.

 

Selbstverständlich gibt es diese Studien auch zu Impfstoffen. Ohne einen Wirksamkeitsnachweis aus solchen Studien bekommt ein Impfstoff keine Zulassung. Ein paar ausgewählte Beispiele und weiterführende Informationen zu diesem umfassenden Thema finden Sie unten als Link-Sammlung.

 

„Kontrolliert“ bedeutet, dass es neben einer Interventionsgruppe, die ein Medikament (bspw. eine Impfung) erhält, auch eine Kontrollgruppe gibt, die nur eine Schein-Intervention (Placebo) erhält. (Bei Medikamenten-Studien wird häufig auch ein neues Medikament gegen die Standardtherapie als Kontrollgruppe getestet.)

 

„Randomisiert“ bedeutet, dass die Zuordnung der Probanden zu einer der möglichen Behandlungen (z. B. echtes Medikament oder Placebo) zufällig erfolgt. Dadurch wird verhindert, dass der Behandler aus Befangenheit handelt und außerdem dafür gesorgt, dass verschiedene Einflussfaktoren gleichmäßig auf alle Studiengruppen verteilt werden. Häufig wissen weder Arzt noch Proband, welches Präparat verabreicht wird. Dies nennt man „doppelverblindet“.

 

http://www.cochrane.org/CD001478/ARI_acellular-vaccines-for-preventing-whooping-cough-pertussis-in-children (abgerufen 20.07.2017)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1114166/ (abgerufen 20.07.2017)

 

https://link.springer.com/article/10.1007/s00717-011-0041-1 (abgerufen 18.01.2018)

 

https://www.donau-uni.ac.at/imperia/md/content/department/evidenzbasierte_medizin/pressespiegel/2013_presse/springermedizin_kritische_bewertung.pdf (abgerufen 18.01.2018)

 

https://www.aerzteblatt.de/archiv/59361 (abgerufen 20.7.2017)