Welche Inhaltsstoffe sind in Impfungen?

Eine Information vorweg: Die genauen Inhaltsstoffe (und zwar wirklich alle, auch wenn nur "Spuren" gewisser Stoffe enthalten sind) der einzelnen Impfstoffe sind in deren Gebrauchs- bzw. Fachinformationen nachzulesen. Diese sind für jeden frei zugänglich online zu finden. Des Weiteren stehen sie hier auf der Homepage als Download zur Verfügung. Hier werden die relevantesten Inhaltsstoffe erklärt:

 

Der wichtigste Bestandteil eines Impfstoffes ist der Wirkstoff, also das Antigen selbst. Das sind entweder Erreger-Bruchstücke, inaktivierte Toxine, Oberflächenproteine oder abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Erreger. Das Immunsystem lernt diese Strukturen kennen und kann diese, bei einer tatsächlichen Infektion mit dem entsprechenden Erreger, wiedererkennen und schließlich schneller reagieren.

 

Weitere Inhaltsstoffe sind so genannte Hilfsstoffe. Dazu gehören beispielsweise die Adjuvantien (Wirkverstärker) bei Totimpfstoffen. Da moderne Impfstoffe hochgereinigte Antigene in relativ geringer Menge enthalten und diese das Immunsystem nicht ausreichend stimulieren, braucht man Wirkverstärker wie verschiedene Aluminiumverbindungen. Weitere Hilfsstoffe sind z.B. Stabilisatoren und Konservierungsmittel. Letztere sind heutzutage größtenteils nicht mehr notwendig, da Einmaldosen verwendet werden.

 

In Impfstoffen sind teilweise auch Produktionsrückstände, also Reste aus dem Herstellungsprozess, enthalten. Impfstoffe werden zwar gereinigt, aber einige Rückstände lassen sich nicht vollständig entfernen. Auch diese, zum Teil winzige Mengen, müssen als Inhaltsstoff angegeben werden und man findet sie in der entsprechenden Fachinformation. Ein Beispiel für diese Rückstände ist Formaldehyd in geringen Mengen. Dieses wird bei der Inaktivierung von Toxinen benötigt und ist in Totimpfstoffen enthalten. Unser Körper produziert täglich etwa 50.000.000µg Formaldehyd, eine Impfdosis enthält maximal 100µg. Es kommt also zu keiner Anreicherung von Formaldehyd im Körper - ganz im Gegenteil, theoretisch wird die Formaldehyd-Menge im Muskel sogar kurzfristig gesenkt.

 

Ein weiterer möglicher Produktionsrückstand sind Antibiotika-Reste. Diese stammen aus den Zellkulturen, in denen die Viren für die Impfstoffe kultiviert werden. Um zu verhindern, dass Zellkulturen mit Bakterien besiedelt werden, enthalten die Nährmedien Antibiotika.

An diesem Punkt sollte erwähnt werden, dass Impfstoffe keine Zellen enthalten. Bei der Kultivierung der Viren in den Zellkulturen, werden die Zellen zerstört und bei der anschließenden Filtration vollständig entfernt.

Der Emulgator Polysorbat kann als Hilfsstoff oder als Produktionsrückstand enthalten sein. Polysorbat verhindert die Bildung von Aggregaten durch Viren. Dies ist sowohl im fertigen Impfstoff gewünscht, da Aggregate für stärkere Lokal- und Fieberreaktionen verantwortlich sind und ist auch bei der Herstellung sinnig, weil die Aggregate nicht durch die Filter passen und die Ausbeute an Viren geringer wäre. Durch die Bildung von Aggregaten wäre zudem die Inaktivierung gestört.

 

https://www.basg.gv.at/arzneimittel/faq/impfstoffe/#c10988 (abgerufen 20.01.2018)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27488583 (abgerufen 20.01.2018)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14554157 (abgerufen 20.01.2018)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17916047 (abgerufen 20.01.2018)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22001122 (abgerufen 20.01.2018)

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12184359 (abgerufen 20.01.2018)

 

Kapitel 95 "Formaldehyd". Clinical Environmental Health and Toxic Exposures. Herausgeber: John B. Sullivan, Jr., Gary R. Krieger. 2. Ausgabe . 2001.