Wieso sind so viele Studien von Pharmafirmen bezahlt?

Klinische Studien sind sehr teuer, sehr aufwendig und laufen über lange Zeiträume. Dabei müssen diverse Zahlungen (z.B.: Aufwandsentschädigungen) über Jahre hinweg an mehrere hundert bis tausend PatientInnen getätigt werden. Dazu kommen PatientInnenversicherungen sowie die komplette Abwicklung im Hintergrund (Datenmanagement, Statistik, Safety Reporting, Monitoring, etc.). Die meisten Studien über Impfstoffe haben eine Laufzeit von mindestens 10 - 20 Jahren. Die Kosten belaufen sich also auf mehrere Hunderttausend bis Millionen Euro. Für private Personen oder kleinere Organisationen ist es also schlichtweg nicht möglich, eine solche Studie zu finanzieren. Ganz abgesehen vom hohen wirtschaftlichen Risiko, da nur sehr wenige Impfstoffe, die in der Forschung getestet werden, am Ende tatsächlich auch auf den Markt kommen und Gewinn einbringen.

 

Um die Korrektheit diverser Studien sicher zu stellen, gibt es pharmakritische, unabhängige Institutionen wie z.B. die Cochrane Collaboration. Dies ist ein weltweites Netz an WissenschaftlerInnen, die systematische Übersichtsarbeiten (systematic reviews) zur Bewertung medizinischer Therapien erstellen. Die WissenschaftlerInnen arbeiten nach methodischen Regeln um systematische Fehler der Studien auszuschließen und möglichst objektive Anhaltspunkte für den praktizierenden Mediziner auszuarbeiten.

 

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28647170 (abgerufen 21.01.2018)

 

http://www.cochrane.org/ (abgerufen 18.01.2018)

 

https://www.bfarm.de/DE/Service/FAQ/_functions/Arzneimittelzulassung/_node.html (abgerufen 18.01.2018)

 

https://clinicaldata.ema.europa.eu/web/cdp/background (abgerufen 18.01.2018)