Erfahrungsbericht von Stefanie

Mein Hauptgrund mich intensiver mit Impfstoffen und den dazugehörigen Krankheiten zu beschäftigen war meine Schwangerschaft und die Geburt meiner kleinen Tochter. Die Verantwortung für so ein kleines Wesen zu übernehmen ist fordernd und bei diversen Themen auch überfordernd. Junge Eltern sind einer Flut an Informationen ausgesetzt und es ist schwer die Glaubwürdigkeit und Seriosität zu beurteilen, vor allem, wenn einem das Thema völlig neu ist. In meiner Ausbildung zur Biomedizinischen Analytikerin habe ich unter anderem die Grundlagen über Impfstoffe gelernt. Ich selbst wurde als Kind komplett geimpft und hatte keine der Krankheiten gegen die ich geimpft wurde. Weshalb hatte ich also trotzdem Zweifel?

 

Unter den vielen Schwangerschaftsratgebern befand sich auch ein Buch, welches sich angeblich neutral mit den Pro und Contras von Impfungen beschäftigt. Der Inhalt dieses Buches verstärkte meine Zweifel – würde sich meine Tochter je mit einer dieser Krankheiten anstecken? Schaden Impfungen mehr als sie nützen? Will die Pharmaindustrie uns tatsächlich absichtlich krank machen? Ich las mich durch die angegebenen Quellen und wurde immer verunsicherter. Statt aktueller Literatur wurden wissenschaftliche Texte aus dem letzten Jahrhundert angeführt, ich fand einige Widersprüche zwischen den Aussagen im Buch und den Ergebnissen der herangezogenen Studien. Würde ein Kinderarzt tatsächlich Falschinformationen verbreiten? Wenn ich mich so verunsichern lies, wie geht es dann anderen Eltern mit dieser Entscheidung?

Ich begab mich auf Internetrecherche und fühlte mich „gefangen“ zwischen „Impfstoffe sind Gift“ und „Nicht geimpfte Kinder sterben“. Es hat sehr viel Zeit und Aufwand bedeutet diese Informationen zu „filtern“ um mir ein eigenes Bild zu machen. Emotionsgeladene, reißerische Inhalte findet man auf beiden „Seiten“. Sachliche, faktenbasierte und besonders leicht verständliche Informationen dagegen kaum.

 

 

 

Stefanie Baumgartner, 28 Jahre aus Wien